Demokratische Volksrepublik Korea
1. Kurzportrait
1.1. Geografischer Überblick

Choson Minjujuui Inmin Konghwaguk das klingt vielleicht komisch doch das ist der koreanische Namen für das Land das ich auf dieser Seite genauer bearbeiten möchte. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das Demokratische Volksrepublik Korea das ist die korrekte Bezeichnung für das Land, doch meistens wird es einfach als Nordkorea bezeichnet. Es ist ein Staat in Ostasien die Geografischelage ist: 124° O – 131° O / 38° N – 43° N
Das Land hat gemeinsame Grenzen mit China, Russland und Südkorea. Die Grenze zu Südkorea die am 38° Breitengrad entlang verläuft ist die am wahrscheinlich strengsten bewachte Grenze der Welt.
Das Land ist eines der wenigen auf der Welt das heute noch ein kommunistisches Regime hat.
1.2. Karten

1.3. Strukturdaten
| Fläche | 122762 qm |
| Einwohnerzahl | 22384000 |
| Bevölkerungsdichte | 182 pro qm |
| Bevölkerungswachstum (%) | 0.5% |
| Hauptstadt | Pjöngjang |
| Städische Bev. / Urbanisierung (%) | 62.8% |
| Lebenserwartung Männer | 68.38 |
| Lebenserwartung Frauen | 73.92 |
| Säuglingssterblichkeit pro 1000 Neugeborene | 24.84 |
| Analphabetismus (%) | 1% |
| Sprachen | Koreanisch, Russisch, Chinesisch |
| Religionen | Buddhismus, Konfuzianismus, Schamanismu, Christentum |
| BSP pro Kopf | 914 USD |
| Energieverbrauch (KWH) pro Einwohner | 1230 |
| Arbeitslosigkeit (%) | 0% |
| Ärtzte pro 1000 Einwohner | 2776 |
| Inflantion (%) | keine Angaben |
| Auslandverschuldung | 12000000000 |
| Fernsehgeräte je 1000 Einwohner | 141,91 |
| Telefonanschlüsse je 1000 Einwohner | 58,41 |
2. Natur
2.1. Klima
Nordkorea lässt sich zum Kontinentalen Klima zuordnen. Es gibt genau wie bei uns 4 ausgeprägte Jahreszeiten. Der Sommer ist heiß und feucht, die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 24–25°C.Der Winter dagegen ist kalt und trocken, die Durchschnittstemperatur liegt unter dem Gefrierpunkt. Der Jahresniederschlag beträgt 925mm, der meiste Niederschlag fällt im Sommer während der Monsunzeit die von Juli bis August dauert. Im Herbst kann es manchmal zu Taifunen kommen, von denen einige beträchtliche Schäden anrichten können.

Dieses Klimadiagramm gehört zu Pjöngjang, der Hauptstadt von Nordkorea.
2.2. Vegetation

Die Bodennutzung des Landes ist folgende: 74.4% Wald, 20.3% Landwirtschaft, 0.1% Wasser, 5.2% Sonstiges
Außerdem sind vor allem der Norden und das Landesinnere sehr gebirgig. Der höchst Berg ist der Paektu-san (2744m), in Nordkorea wird er als heilig verehrt.
In diesen Regionen findet man ausgedehnte Nadelwälder. Die häufigsten Bäume in diesen Gebieten sind: Fichten, Kiefern, Lärchen,Tannen und Zedern. Unterhalb von 1100m weichen die Nadelwälder dann Mischwäldern, die häufigsten Baumarten hier sind: Eichen, Ahorn, Buchen und Birken. Von der höchsten Erhebung im Westen fällt das Land dann allmählich gegen Westen ab. Dort befindet sich dann das Landwirtschaftlich genutzte Tiefland.
Andere in Korea verbreiteten Pflanzen sind: Weigelyensträucher, Spiersträucher, Binsen und Bambusgras. Die Magnolie, die als Strauch aber auch als Baum vorkommt, ist die Nationalpflanze von Nordkorea und zwar weil ihre Blüte den Führer Kim Il-Jung so beeindruckt hatte.
2.3. Tierwelt

Viele Tiere sind in Nordkorea vom Aussterben bedroht z.b Bären, Tiger, Wölfe und Leoparden. Diese Tiere waren einst im ganzen Land anzutreffen, heute leben sie nur noch im äußersten Norden. Auch Tiere wie Hirsche, Bergantilopen, Luchse, Bisamratten und der Amur-Tiger leben in den nordischen Wäldern. Der Amur-Tiger ist mit 1,40–2,80m Länge und 80–110cm Höhe die größte und gleichzeitig die am stärksten bedrohte Großkatze der Welt. Zu seiner Nahrung gehören unter anderem Hirsche, Wildschweine und andere größere Säugetiere. Im Tiefland von Nordkorea kann man Schwarzbären, Flusshirsche, Fleder- und Spitzmäuse und Streifenhörnchen antreffen. Mehrere Adlerarten, unter anderem auch der Riesenadler, sind noch im ganzen Land verbreitet. Eine andere besondere Tierart Nordkoreas ist der Weißnackenkranich. Der Weißnackenkranich erreicht eine Länge von 130 bis 140 Zentimeter und einer Flügelspannweite von 200 bis 210 Zentimeter. Der Weißnackenkranich ist in anderen Ländern wie China und Russland nahezu ausgestorben.

3. Wirtschaft
3.1. Landwirtschaft
Die Landwirtschaft des Landes liegt in den Händen des Staats. Dieser vernachlässigt die für das überleben der Bevölkerung wichtige Landwirtschaft aber für Weitere Militärische Aufrüstungen. Trotzdem sind 30% der Arbeitskräfte Nordkoreas in der Landwirtschaft beschäftigt. Die hauptsächlich angebauten Lebensmittel sind Reis, Mais, Kartoffeln, Gemüse, Sojabohnen und Obst. Weitere Produkte sind Hülsenfrüchte und Eier. Die ganze Landwirtschaft macht 25% des Bruttonationaleinkommens aus, das ist ein relativ hoher Anteil. Doch die im Land angebauten Lebensmittel reichen nicht aus um die Bevölkerung zu ernähren, deshalb ist Nordkorea auf Lebensmittellieferungen ausländischer Hilfsorganisationen angewiesen. Die Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln durch die UNO wurde allerdings beendet, nachdem Nordkorea die Einstellung seines Atomwaffenprogramms verweigerte.
Aufgrund der immer noch angespannten Versorgungssituation ist es nun jedem Bürger erlaubt, in seiner Freizeit eine kleine Landwirtschaft zu betreiben.
3.2. Industrie

Nordkorea war einst der industrielle Teil der koreanischen Halbinsel. Nach der Trennung der beiden Länder hat sich diese Entwicklung gedreht, Südkorea ist heute eine Industrie Nation während die Industrie von Nordkorea noch nicht so weit entwickelt ist. Die Industrie von Nordkorea liegt in den Händen des Staats. Die Hauptzweige der Nordkoreanischen Industrie sind: Rüstungsindustrie, Stromerzeugung, Chemikalien, Textilien und die für das Militär wichtige Schwerindustrie. Am wichtigsten sind die Schwerindustrie, die chemische Industrie sowie auch die Textilindustrie. Unter Schwerindustrie versteht man übrigens Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie sowie die Schwerchemie. Rund 32% der Erwerbstätigen sind in der Industrie tätig. Die Stromversorgung in Nordkorea ist aber sehr schlecht. In den ländlichen Regionen darf das Licht nur einige Stunden am Tag brennen. In Nordkorea herrscht also eine Energiekrise, selbst in der Hauptstadt herrscht abends absolute Finsternis, nur Kim-Denkmäler und Propagandaplakate sind noch hell erleuchtet. Der Staat kann auch nicht soviel Geld in die Industrie Stecken, da zur Aufrechterhaltung seiner Armee mit 1,2 Millionen Soldaten ein Drittel des Bruttonationaleinkommens verbraucht wird.
3.3. Bodenschätze
Im Gegensatz zu seinem südlichen Nachbar ist Nordkorea reich an Bodenschätzen. Wenn man nur die Bodenschätze in Betracht zieht ist es sogar einer der reicheren Staaten Asiens. Die Bodenschätze die man im Land finden kann sind Kohle, Eisenerz, Wolfram und Graphit. Außerdem sind große Vorkommen an Gold, Silber, Kupfer, Blei und Zink zu finden. Das Land baut auch Stein- und Braunkohle an. Die Kohle und das hochwertige Eisenerz bilden die Grundlage der nordkoreanischen Schwerindustrie.
3.4. Aussenhandel
Der Verlust der einstigen Handelspartner im Ostblock hat weitgehend zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft des Landes geführt. Zudem hat Nordkorea praktisch keinerlei Kreditwürdigkeit weil sie ihre Auslandsschulden nicht bezahlen. Das erschwert den Außenhandel erheblich.
Allein seit 1990 ist der Außenhandel Nordkoreas um über 50% zurückgegangen. Auf dem Weltmarkt sind Nordkoreanische Produkte
Weitgehend nicht bekannt und sie sind auch nicht konkurrenzfähig.
Die wichtigsten Handelspartner von Nordkorea sind China, Japan, Russland, Südkorea und Deutschland. Die wichtigsten Exportgüter sind Metallerzeugnisse, Agrarprodukte und Fisch und Fertigwaren.
Erdöl, Getreide, Kohle, Maschinen und Maschinenteile und Konsumgüter sind hingegen Güter die eingeführt werden müssen. Die Unterstützung in Form von Öl durch die UNO wurde allerdings beendet, nachdem Nordkorea die Einstellung seines Atomwaffenprogramms verweigerte.
3.5. Tourismus

Nordkorea ist weltweit eins der Ausländer am wenigsten geöffneten Länder. Es gibt sehr strenge Einreisebedingungen z.b ist es verboten Handys ins Land einzuführen und man benötigt ein Visum für die Einreise. Wenn man in Nordkorea angekommen ist gibt es weitere Dinge die zu beachten sind, das Fotografieren von Brücken, Flugplätze, Bahnhöfe und militärische Einrichtungen ist strengstens verboten. Der Unkontrollierte Kontakt mit Einheimischen ist ebenfalls nicht gestattet. Ausserdem werden alle Reisegruppe und Alleinreisenden Permanent von zwei Reiseleitern begleitet, die in der Regel die Muttersprache der jeweiligen Touristen sprechen. Zudem sind nicht alle Regionen für Ausländer zugänglich. Wer alle Bedingungen erfüllt hat und im Land angekommen ist, kann jede Menge Sehenswürdigkeiten und andere Sachen besuchen. Unter anderem sehenswert sind der Pohyon Tempel, das Grabmal von König Tongmyong und die Massengymnastik der Superlative mit 100000 Mädchen und Jungen.

3.6. Verkehr
In Nordkorea herrscht kaum Verkehr. An einer Kreuzung fahren pro Minute ungefähr je fünf Velos und Personenwagen und je zwei Busse und Lastwagen vorbei. Und das in der Hauptstadt! Bis vor einigen Jahren waren Velos sogar verboten, weill sie dem Führer Kim Jong Il nicht gefielen. Das Hauptverkehrsmittel ist die Eisenbahn. Das Eisenbahnnetz ist auf nahezu der gesamten Streckenlänge von 5550 Kilometern elektrifiziert. Es besitzt direkte Verbindungen mit China, Rußland, und seit Herbst 2000 auch mit der Republik Südkorea. Es existieren auch Autobahnen, aber der gebrauch von Privatwagen und Motorrädern hat in Nordkorea keine große Bedeutung da den einfachen Bürger der Besitz von Privatwagen nicht gestattet ist. In Pjöngjang findet man auch einen Internationalen Flughafen von dem aus die Fluggesellschaft KORYO AIR zahlreich Länder dieser Welt anfliegt.

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4. Gesellschaft
4.1. Bevölkerung
Nordkorea hat ca. 22 Mio. Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer beträgt 68 Jahre, die der Frauen 74 Jahre. Diese Lebenserwartung ist aber durch immer wieder auftretenden Hungersnöte und die schlechte medizinische Versorgung stark gesunken.
Nordkorea weist den prozentual niedrigsten Ausländeranteil weltweit auf. Sieht man von der kleinen Chinesischenminderheit im Norden ab, die ca. 1% der Bevölkerung ausmacht, leben zu 99% Koreaner im Land. Gründe hierfür sind die gesellschaftliche Ächtung aller Nichtkoreaner und zudem ist das Land für Einwanderer nicht sonderlich atraktiev. Außerdem gilt als praktisch unmöglich, als Ausländer in Nordkorea einzuwandern und sich dort niederzulassen.
Angetrieben durch die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes und die schwierigen Lebensbedingungen im Land, besteht ein vor allem in den vergangenen Jahren stark angestiegener Flüchtlingsstrom.
Vermutlich halten sich zwischen 50.000 und 300.000 nordkoreanische Flüchtlinge in China auf. China schiebt jedoch Flüchtlinge aus Nordkorea ab, sodass diese zurück nach Nordkorea müssen. Angaben von Amnesty International zufolge werden Flüchtlinge, die von der chinesischen Grenze zurück kommen, in Nordkorea als Landesverräter angesehen, gefoltert oder sogar hingerichtet.
4.2. Politik

Nordkorea ist laut Verfassung ein sozialistischer Staat. Kim Il Sung war bis zu seinem Tod der unumschränkter Herrscher, nach seinem Tod übernahm sein Sohn Kim Jong Il die Führung über das Land.. Zuletzt stand Nordkorea häufig im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit wegen des Streits um sein Atomwaffenprogramm. Das Land selbst sagt das es über mehrere einsatzbereite Atombomben verfügt. Eine zur Zeit in Entwicklung befindliche Interkontinentalrakete von Nordkorea soll, mit einem Atomsprengkopf bestückt, die Westküste der USA erreichen können. Wie Nordkorea verkündete hätten sie am 9. Oktober 2006 erstmalig einen unterirdischen Atomtest erfolgreich durchgeführt. Sowohl russische als auch südkoreanische Messungen bestätigen, dass eine Sprengung stattgefunden hat. Es ist jedoch nicht vollständig geklärt ob es sich dabei um eine atomare Sprengung gehandelt hat oder nicht. Schon lange vor diesen ersten Atomtests gab es Spannungen zwischen Nordkorea und anderen Ländern. 1993 drohte Nordkorea mit dem Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag. Eine Eskalation konnte aber durch das Unterzeichnen das Genfer Rahmenabkommen zwischen den USA und Nordkorea verhindert werden. Nordkorea verpflichtet sich in dem Abkommen zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms und erhält dafür von den USA Öllieferungen zur Bewältigung seiner Energieprobleme. Im Oktober 2002 beschuldigten die USA Nordkorea, weiterhin an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Die nordkoreanische Regierung äußerte sich nicht direkt zu den Vorwürfen, sagte aber, dass sie aufgrund der „amerikanischen Aggression“ prinzipiell berechtigt sei, ein solches Programm zu verfolgen. Als Konsequenz stellten die USA im Dezember die Öllieferungen an Nordkorea ein. Daraufhin erklärte Nordkorea am 10. Januar 2003 seinen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag. Im Mai desselben Jahres erklärte es das Abkommen mit Südkorea über eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel für nichtig.
4.3. Geschichte
Nordkorea ist als Folge des Zweiten Weltkriegs und des Koreakriegs entstanden. Vorher hat es zusammen mit Südkorea einen Saat gebildet. Kurz vor Ende des Krieges wurde Korea in zwei Besatzungszonen entlang des 38. Breitengrades eingeteilt. Der Norden, also Nordkorea, wurde von China unterstützt. Der Süden, also Südkorea, wurde von den USA unterstützt. In Südkorea bildete sich die Republik Korea. In Nordkorea gründete Kim Il-Sung die Volksrepublik Korea, eine Volksrepublik nach stalinistischem Muster. Der Ostblock unterstützte Nordkorea mit Entwicklungshilfe. Am 25. Juni 1950 überschritten Nordkoreanischetruppen den 38. Breitengrad und lösten so den bis 1953 dauernden Koreakrieg aus. Der Krieg forderte unter der Zivilbevölkerung nach Schätzungen fast 3 Millionen Menschenleben. Ca. 36.000 amerikanische, 600.000 koreanische und 500.000 chinesische Soldaten fielen in den Kämpfen. 450.000 Tonnen an Bomben wurden abgeworfen. Beide Parteien eroberten wechselseitig beinahe die gesamte koreanische Halbinsel. Letzten Endes führte er wieder zu der Ausgangsposition zurück, hatte aber die Teilung Koreas zur Folge und zerstörte fast die gesamte Industrie des Landes.
1977 löste die Juche-ideologie den Marxismus (Kommunistisches Manifest) als Weltanschauung Nordkoreas ab. Die Juche-Ideologie ist eine Ideologie, die vom verstorbenen Präsidenten Kim Il sung entwickelt wurde. Die Juche-Ideologie forderte eine „Freundschaft zwischen den Klassen“ und einen Sozialismus, der sich ewig weiterentwickelt.
Diese Ideologie erscheint als Reaktion auf die zunehmend isolierte Position Nordkoreas. Nordkoreanische Medien feierten die Juche-Ideologie, und Kim Il-Sung wurde fortan als Großer Führer bezeichnet. Die Isolation des Landes verstärkte sich zunehmend.
Kim Il Sung blieb jedoch unumschränkter Herrscher bis zu seinem Tod 1994. Seit seinem Tod herrscht sein Sohn Kim Jong Il in unveränderter Weise über das Land. Kim II-Sung wird in ganz Korea bis heute verehrt. Am 9. September 1997 wurde sogar eine neue Zeitrechnung eingeführt; der neue Kalender beginnt im Jahre 1912, dem Geburtsjahr Kim Il Sungs. Ins Interesse der Weltöffentlichkeit rückte das Land erst wieder 1993, als es unter anderem den Atomwaffensperrvertrag kündigte.
5. Kultur

Die nordkoreanische Kultur ist von der Verherrlichung Kim Jong-ils und seines verstorbenen Vaters Kim Il-sung geprägt. Typisch für diese Verehrung sind Militärparaden und Massengymnastiken, an denen tausende von Menschen mitwirken. Bei solchen Festen soll die unerschütterliche Treue und Opferbereitschaft für die Staatsführung gezeigt werden. Auch zwölf Jahre nach dem Kim Il-sung gestorben ist könnte man meinen er würde noch leben. Überall wo man hinkommt kann man sein Gesicht sehen. Die Erwachsenen tragen sein Bildnis als Anstecknadel am Revers, nur an der Arbeitskleidung nicht, um das Bild nicht zu beschmutzen. In allen Kindergärten, Schulen, in allen Waagen der U-Bahn und sogar in jeder Wohnung hängt sein Bild. Im Land soll es 35 000 Monumente zu seinen Ehren geben, die größten so hoch wie ein kleineres Hochhaus. Zeitungen, in denen sein Bild erscheint, dürfen nicht weggeworfen werden. Briefmarken mit seinem Abbild können nicht benutzt werden, weil kein Postbeamter es wagen würde, einen Stempel in das Gesicht des Großen Führers zu setzen. Wie man durch diese Beispiele sehen kann wird Kim Il-sung von allen Menschen im ganzen Land wie ein Gott verehrt.

Die Nationale Feiertage sind:
Geburtstag Kim Il-sungs: 15. April
Tag der Armee: 25. April
Tag der internationalen sozialistischen Arbeiter: 1. Mai
Todestag Kim Il-sungs: 8. Juli
Tag des Sieges im Vaterländischen Befreiungskrieg (Koreakrieg): 27. Juli
Tag der nationalen Befreiung (von Japan): 15. August
Tag der Staatsgründung: 9. September
Tag der Gründung der Partei der Arbeit Koreas: 10. Oktober
Tag der Verfassung: 27. Dezember
6. Spezielles
Im Kapitel Spezielles möchte ich gerne über einen Artikel im Geo Magazin schreiben und zwar weil der Artikel einen guten Einblick in das Laben in Nordkorea vermittelt.
Ausländische Journalisten sind im Land nicht erwünscht und werden meistens abgewiesen. Die Journalisten des Artikels haben jedoch zwei Wochen Zeit im Land zu reisen. Ihr Besuch wurde von ihren zwei Nordkoreanischen Begleitern, die ihnen auch während der Reise nie von der Seite wichen, schon Wochenlang vorbereitet. Die Begleiter mussten über 70 Genehmigungen einholen, zum Beispiel dafür das die Journalisten die U-Bahn benutzen durften. Eine Erlaubnis für einen Flug über ein Gebirge umfasste alleine 24 Seiten. Überall wo die Journalisten hinkamen war alles schön vorbereitet, die Tische waren gedeckt, Kinder begannen zu singen. Aber was sie nicht sehen durften, nahmen sie dafür überall als Schattenriss wahr:
Das Land soll über 10 Atomwaffen verfügen. Mindestens eine Million Menschen sind in den vergangenen Jahren an Hunger gestorben. 100 000 Menschen schuften sich in Arbeitslagern langsam zu Tode.
Was die Journalisten zusehen bekamen war alles Perfekt, was aber nicht der Wirklichkeit entspricht, es war nur eine Inszenierung, ein Schauspiel, ein Theaterstück mit 23 Millionen Statisten.
7. Quellen
www.kdvr.de
www.wikipedia.org
www.auswaertiges-amt.de
www.helles-koepfchen.de
www.goruma.de
Direcke Länderlexikon
Alle Länder unserer Erde
demokratische_volksrepublik_korea.know-library.net
www.schneider-th.de
www.geo.de/GEO
www.s-cool.org
www.sr.se
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